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Cleveland Browns: Neuer Head Coach Monken setzt ein unmissverständliches Zeichen

Die Cleveland Browns starten mit einem Trainer in die Zukunft, der keinen Zweifel daran lässt, was er von halbherzigem Football hält. Todd Monken, seit 2026 Head Coach an den Ufern des Lake Erie, hat in der Offseason unmissverständlich klargemacht: Niederlagen hasst er – doch was ihn wirklich auf die Palme bringt, geht noch deutlich tiefer.

Seit der Rückkehr der Franchise 1999 haben die Browns ihren Fans mehr Elend zugemutet als beinahe jedes andere NFL-Team. Die letzten Spielzeiten unter Kevin Stefanski bildeten keine Ausnahme. Der Draft 2025 soll ein Fundament legen, doch auch der Jahrgang 2026 wird entscheidend sein, um das Roster konkurrenzfähig zu machen.

Monken hat vom ersten Tag an den Ton gesetzt. Trotz der offenen Baustelle auf der Quarterback-Position – ein Thema, das in Cleveland chronisch geworden ist – richtete er den Fokus nicht nur auf die Offense. Während die Liga beim Draft über Angriffsspieler spricht, formulierte Monken seine Philosophie mit bemerkenswerter Schärfe: Verlieren hasst er. Doch was er verabscheut, ist kraftloses, uninspiriertes Football ohne Kampfgeist.

Browns-Fans dürften bei diesen Worten sofort Bilder im Kopf gehabt haben. Drei Jahrzehnte voller Spiele, in denen genau solche Auftritte zum Alltag gehörten. Hochklassige Leistungen? Eher die Ausnahme. Wenn Monken seiner Mannschaft solides, engagiertes Football beibringt, könnten die Siege mit der Zeit kommen. Für eine Franchise unter gefühltem Dauerfluch wäre das fast so etwas wie ein Exorzismus – einer der gewaltigsten im amerikanischen Profisport.

Monken zeigt sich dabei extrem selbstbewusst. Er glaubt daran, die Kultur in Cleveland grundlegend verändern zu können. Oder, wie er es wohl formulieren würde: Er wird es schaffen – oder beim Versuch untergehen. Vermutlich mit deutlich mehr Schimpfwörtern, als man abdrucken könnte. Ob dieses Selbstvertrauen gerechtfertigt ist, zeigt die kommende Saison. Klar ist schon jetzt: An mangelnder Klarheit in der Kommunikation wird es unter dem neuen Regime nicht scheitern.

Von Experten geprüft: Hannah Franke